Tag 2 - Zurück zum Reiseplan - Tag 4

Tag 3: Tuzigoot N.M., Montezuma Castle N.M.

Die heutige Nacht war sehr kurz. Da Viktoria gestern gegen 18:30 Uhr im Auto eingeschlafen ist und eigentlich den ganzen Abend nicht mehr wach wurde, ist sie heute gegen 3:00 Uhr nachts wach. Wir ziehen ihr noch ihr Nachthemd an und setzen sie auf die Toilette, doch danach kann sie nicht mehr einschlafen. Wenig später kommt sie zu uns ins Bett, doch auch hier kann sie nicht mehr einschlafen. Gegen 4:00 Uhr möchte sie dann zurück in ihr Bett und wir schlafen alle wieder ein. Doch 30 Minuten später steht Antonia bei Bianca am Bett. An Schlaf ist da nicht mehr zu denken und so steht Bianca auf und geht ins Wohnzimmer, um den Reisebericht zu schreiben. Da Antonia wach ist, kommt sie gleich hinterher.

Während Bianca schreibt, schaut Antonia ein paar Filme auf dem iPhone. Gegen 6:00 Uhr ist Bianca dann fertig und steht auf. Kurz danach ist dann auch Matthias wach. Ein Blick aus dem Fenster verheißt leider nichts Gutes - es ist windig, bewölkt und sieht stark nach Regen aus.

Nichtsdestotrotz möchten wir heute eigentlich unsere geplanten Wanderungen machen und so wecken wir Viktoria um 7:30 Uhr. Sie wird auch schnell wach und fängt gleich an, mit Antonia zu spielen. Dann cremt sich Antonia ohne Murren mit Sonnencreme ein und zieht sich an.

Da die beiden Mädels Hunger haben, frühstücken wir gegen 8:00 Uhr. Es gibt die gestern gekauften Cornflakes, Bran Flakes und Haferflocken. Den Kindern schmecken nur die normalen Corn Flakes. Und die Haferflocken sind einfach ungenießbar. Wir werden trotzdem satt und anschließend zieht sich Viktoria an.

Matthias sitzt noch am Computer und stellt den Reisebericht für den ersten Tag fertig. Da den Kindern langweilig wird, geht Bianca mit den beiden los, um sich das Hotelgelände anzusehen. Aber die beiden interessiert nur der Pool. Also gehen die drei zur großen Poollandschaft. In diese kommt man nur mit einem Bändchen vom Hotel hinein. Da wir jedoch keine Lust haben, das Bändchen drei Tage lang zu tragen, machen wir es nicht um, sondern stecken es nur in die Tasche.

Als wir am Pool ankommen, müssen wir durch eine Art Souvenirladen gehen. Dort müsste man jetzt Eintritt bezahlen bzw. sein Bändchen vorzeigen. Wir erklären der Dame dort, dass sich die Kinder nur einmal umschauen wollen und wir aufgrund des schlechten Wetters auch keine Badesachen dabei haben. Das ist für sie OK und wir können hinein gehen.

Zunächst kommen wir an einem großen Wasserfall vorbei. Bianca findet ihn ganz hübsch, aber die Kinder fragen sich, wo und wie man denn darin baden soll.

Also gehen wir weiter und kommen zu einem großen Pool. Auch in diesem gibt es einen Wasserfall. Außerdem noch ein Netz, um Ballspiele zu machen. Auf der einen Seite geht es ganz flach in den Pool hinein, ideal für kleine Kinder.

Antonia und Viktoria sind begeistert und am liebsten würden sie gleich in den Pool laufen. Da wir aber keine Badesachen dabei haben, halten sie nur einmal ihre Hände hinein. Der Pool ist schon warm. Sie klettern ein wenig herum und Bianca sieht sie schon im Wasser liegen.

Direkt neben dem Pool befindet sich ein Café oder Restaurant. Im Moment ist dort aber noch nichts los. Wir schauen uns weiter um und kommen zu einer Liege- bzw. Spielfläche. Etwas weiter unten gibt es dann einen weiteren riesigen Pool, in dem gerade eine Familie mit drei kleinen Kindern planscht. Auch hier halten die beiden ihre Hände hinein und wollen am liebsten gleich hineinspringen.

Da wir aber erst einmal wandern gehen wollen, schauen wir uns nur um und verlassen die Poollandschaft wieder. Bianca muss den Mädels versprechen, dass wir heute Abend hierher zurück kommen und dann auch baden.

Wir gehen wieder nach Hause um zu sehen, ob Matthias jetzt endlich fertig ist. Aber er sitzt immer noch am Computer. Also gehen die Damen erst einmal zur Eismaschine. Es gibt eine direkt gegenüber von unserem Zimmer. Aber diese ist leider kaputt. Also müssen wir zum nächsten Gebäudeblock laufen und dort eine Treppe hinauf zur nächsten Eismaschine laufen. Die Kinder haben ihren Spaß. Und so gehen wir insgesamt sechs Mal, um unsere Kühlbox aufzufüllen.

Leider wird das Wetter während dieser Zeit immer schlechter. Zum Schluss regnet es dann auch. Es ist dabei zwar warm, aber so haben wir uns das Wetter hier in Phoenix nicht vorgestellt. Die Kinder stört das aber nicht. Sie laufen auch im Regen ein paar Mal hin und her.

In der Zwischenzeit ist auch Matthias fertig und wir packen unsere Sachen zusammen. Da es am Nachmittag aufhören soll zu regnen, wollen wir die für heute geplanten Ausflüge machen. Mittlerweile ist es 10:00 Uhr und wir beeilen uns, dass wir endlich loskommen.

Mit unseren Taschen, Tüten, der Kühlbox und unseren Rucksäcken verlassen wir das Zimmer. Wir sind froh, dass wir direkt vor der Tür parken. Auch, weil es jetzt richtig schüttet.

Wir verlassen unser Hotel und fahren über die 7th Street zur Thunderbird Rd. Dort halten wir noch an einem Safeway, um unsere Vorräte aufzufüllen. Insbesondere für Antonia benötigen wir noch Sprudelwasser. Außerdem kaufen wir noch kleine Gurken, Bananen, Kekse und zwei Baguettebrote. Und da Viktorias Nase wieder einmal die Deli Theke gefunden hat, finden natürlich auch ein paar Kartoffelecken den Weg in unseren Korb. Beim Eis schauen wir einmal, was es alles so für Ben & Jerry's Sorten gibt. Vielleicht kaufen wir ja heute Abend eine Packung davon.

Mit unserer Safeway-Karte aus dem letzten Urlaub sparen wir bei unserem Einkauf etwa 6 US$ und damit 24 %. Da fragt man sich, wer hier überhaupt die regulären Preise bezahlt, denn diese Karte kann jeder problemlos bekommen.

Mit den Einkäufen geht es dann durch den Regen zu unserem Auto. Wir verstauen alles und gegen 11:00 Uhr machen wir uns dann endlich auf den Weg zur Interstate 17 Richtung Flagstaff.

Da heute "Elterntag" ist, darf Bianca die Musik aussuchen. Und so hören wir nach acht Jahren endlich wieder den Radiosender "Alternative Nation". Wir sind immer noch begeistert, dass Sirius hier im Auto funktioniert. Und so hören wir auch gleich den Alt 18 Countdown.

Auf der Fahrt müssen wir ein paar Mal anhalten, um auf die Toilette bzw. hinter einen Busch zu gehen und um zu tanken. Die Fahrt zieht sich ganz schön, ist aber landschaftlich sehr interessant. Während am Anfang überall Saguaros am Weg standen, sind diese nach einer Weile ganz verschwunden. Dafür gibt es jetzt Nadelbäume.

Wir müssen zum Teil ganz schön hinauf in die Berge. Dort hängen die ganzen Regenwolken. Als wir diese überquert haben, hört der Regen dann auch langsam auf. Wir erreichen Exit 287 und biegen auf die US 260 Richtung Tuzigoot N.M. ab.

Gegen 13:00 Uhr erreichen wir das National Monument. Der Parkplatz ist noch ziemlich leer. Wir ziehen uns im Kofferraum unsere Wanderschuhe an und die Kinder beobachten die Eidechsen, die hier nach dem Regen überall auf den Wegen spazieren gehen und sich aufwärmen oder trocknen.

Im Visitor Center zeigen wir unseren National Park Pass vor und fragen nach den Junior Ranger Heften. Mit diesen in der Hand machen sich Antonia und Viktoria gleich an die Arbeit. Die ersten Aufgaben sind recht einfach - die Kinder müssen Gegenstände zuordnen, die man für gleiche Aktivitäten damals und heute benutzt hat. Anschließend müssen sie gleich aussehende Töpfe zuordnen. Die dritte Aufgaben besteht darin, die Töpfe im Visitor Center zu zählen und den Lieblingstopf zu malen und zu beschreiben, was man hineinpacken würde. Während Antonia Wasser wählt, entscheidet sich Viktoria für Spaghetti Bolognese. Dann müssen die beiden noch beschreiben, wie die Menschen die Natur damals genutzt haben, z.B. den Fluss zum Bewässern der Äcker, den Schlamm zum Bau der Häuser.

Danach gehen wir nach draußen und machen uns auf den kurzen Weg zu den Pueblo Ruinen. Mittlerweile ist die Sonne herausgekommen und es ist schon wieder richtig warm. Den Kindern macht der Weg Spaß, nur die Informationstafeln interessieren sie natürlich nicht. Wir sind überrascht, wie groß die Ruine ist. Es sollen vor ca. 700 Jahren etwa 110 Menschen hier gelebt haben.

Zurück im Visitor Center malen die Kinder dann noch die Ruine in ihr Buch. Sie sollen etwas malen, dass sie auf ihrem Besuch überrascht hat. Und das ist zum einen die Größe des Gebäudes und der Umstand, dass die Menschen damals mit Leitern über das Dach in ihr Haus geklettert sind.

Mit dem ausgefüllten Buch gehen wir dann zur Rangerin zurück. Es ist gerade ein Sheriff bei den beiden Damen, der offensichtlich zum Quatschen vorbei gekommen ist. Er macht auch ein paar Scherze mit den Kindern und dann schaut sich die Rangerin die Hefte der Kinder an. Nachdem alles zu ihrer Zufriedenheit gelöst wurde, bekommen die Kinder ihre Abzeichen und dann müssen sie den Schwur leisten. Die anwesenden Besucher klatschen Beifall.

Der Sheriff ist immer noch anwesend und erzählt uns, dass die Kinder auch einen Sheriff-Stern bekommen könnten. Er malt uns hierzu den Weg zum Police Department auf. Wir verlassen zusammen das Visitor Center und verabschieden uns. Anschließend machen wir noch Fotos von den stolzen Junior Rangerinnen.

Wir packen unsere Sachen im Auto zusammen und machen uns auf den Rückweg. Hier biegen wir noch einmal auf einen kleinen Weg ab, um ein Foto der Ruine zu machen. Aber die auf unserer Karte eingezeichnete Dirtroad scheint es nicht mehr zu geben. Für ein Foto sind wir jetzt schon ziemlich weit entfernt.

Als wir auf die Hauptstraße zurückfahren, kommt gerade wieder der Sheriff vorbei gefahren. Er grüßt uns, wird langsamer, schaltet das Blaulicht an und macht eine Wendung auf der Straße. Wir gehen zu ihm hinüber und er gibt den Kindern den versprochenen Sheriff-Stern, jeweils drei Aufkleber mit dem Stern und einen Bleistift vom Clarkdale Police Department. Wir machen dann noch ein Foto von den drei Sheriffs und bedanken uns.

Mit so einem Abzeichen hätten wir jetzt nicht gerechnet. Insbesondere Viktoria freut sich riesig darüber. Sie erzählt uns die ganze Fahrt, wie toll der Stern ist und das sie ihn ihren Kindern in der Kita zeigen muss.

Als nächstes wollen wir jetzt zum Montezuma Castle N.M. Hierzu fahren wir die US 260 zurück und biegen noch einmal auf die Interstate 17 Richtung Norden. Nach wenigen Meilen biegen wir zum National Monument ab. Am Eingang zum Park können wir auf einer Hinweistafel lesen, dass dieses um 17:00 Uhr schließt. Mittlerweile ist es fast 16:00 Uhr, d.h. wir müssen uns ganz schön beeilen.

Der Parkplatz ist ganz schön gefüllt. Und auch das Visitor Center ist recht voll. Wir zeigen unseren National Park Pass vor und holen die Junior Ranger Hefte für die Kinder. Anschließend machen wir uns schnell an die Arbeit. Die Kinder müssen vier Aufgaben lösen. Zwei machen wir im Visitor Center, für die restlichen gehen wir nach draußen.

Wir machen uns auf den kurzen Rundweg zum Castle, dass wir auch schon nach wenigen Metern sehen können.

Es ist wirklich beeindruckend, was die Menschen damals gebaut haben. Die Kinder setzen sich auf eine Bank und malen das Castle und einen dicken schwarzen Käfer.

Wir laufen den Rundweg noch weiter und schauen uns die anderen Ruinen sowie den Fluss an, der dazu geführt hat, dass die Menschen überhaupt so hoch bauen mussten. Wir müssen immer wieder auf die Uhr schauen, denn in wenigen Minuten wird der Park geschlossen.

Also gehen wir zurück ins Visitor Center, um beim Ranger das Heft vorzuzeigen. Er schaut sich alles an, unterschreibt die Bescheinigung und übergibt den Kindern ihr Abzeichen. Auf einen Schwur verzichtet er.

Mit drei Abzeichen an der Brust machen wir ein Foto von den Kindern.

Dann verlassen wir schnell der Park, da das Tor gleich geschlossen wird. Der Ranger steht schon dort und wartet, dass alle Besucher den Park verlassen.

Wir holen uns anschließend noch ein paar Getränke aus der Kühlbox und ein paar Snacks nach vorne und dann geht es auf den Rückweg nach Phoenix.

Die Kinder spielen auf der Rückbank und bewundern immer wieder ihre Abzeichen. An der Sunset Point Rest Area machen wir noch einen kurzen Stopp, aber ansonsten geht es ohne weitere Vorkommnisse nach Hause.

Im Pointe Hilton ist es jetzt um diese Zeit schwer einen Parkplatz zu bekommen, aber zum Glück finden wir noch einen ganz in der Nähe unseres Zimmers. Wir packen unsere Sachen aus und bringen alles in die Wohnung. Dort angekommen machen wir uns gleich fertig für den Pool, denn so hatten wir es den Kindern versprochen.

Mittlerweile ist es 19:20 Uhr und es wird langsam dunkel. Am Pool sieht es schon ziemlich leer aus und auch der Laden am Eingangsbereich ist geschlossen. Um 20:00 Uhr wird auch hier das Tor geschlossen, aber wir dürfen noch einmal für 30 Minuten hinein. Die Kinder wollen zum unteren Pool, denn oben befinden sich einige Leute im Wasser. Den unteren Pool haben wir fast für uns alleine.

Das Wasser ist schön warm und die Kinder schwimmen gleich los. Viktoria braucht ein wenig Überwindung und möchte zuerst ein Schwimmtier haben. Aber zum Schluss schwimmt sie immer vom Beckenrand zu einer kleinen Insel und auch um die ganze Insel herum. Antonia dagegen versucht sich lieber beim Tauchen. Sie hat einen Ring und einen Fisch dabei, die sie immer wieder vom Beckenboden hinauf holen will, aber dieser ist stellenweise sehr tief.

Leider müssen wir nach 30 Minuten wieder gehen. Aber wir sind ja noch ein paar Tage hier. Da werden wir es hoffentlich schaffen, noch einmal etwas länger hierher zu kommen.

Zurück im Zimmer erzählen uns die Kinder, dass sie Hunger haben und so machen wir uns fertig, um noch einmal los zu fahren. Auf dem Hinweg gestern haben wir einen Five Guys gesehen und so machen wir uns jetzt auf den Weg dorthin.

Im Restaurant ist es ziemlich leer. Die Dame an der Bestellannahme ist allerdings recht unfreundlich und so verzichtet Bianca auf eine Bestellung. Matthias bestellt sich einen Burger und Pommes für die Kinder. Während wir auf unser Essen warten knabbern wir die Erdnüsse, die hier kartonweise zum kostenlosen Verzehr herumstehen.

Als das Essen dann fertig ist, sind wir etwas enttäuscht. Wir hatten die Pommes Portion etwas größer in Erinnerung, aber die Kinder werden schon davon satt werden. Der Burger von Matthias ist gut, aber auch nicht so groß. aber den Kindern schmeckt es.

Während des Essens werden die Kinder immer ruhiger und zum Schluss schläft Viktoria auf Biancas Schoss ein. Wir tragen sie zum Auto und fahren dann den kurzen Weg zurück. Und nach wenigen Metern ist auch Antonia eingeschlafen.

Da wir wie erwartet keinen Parkplatz vor unserem Zimmer bekommen, halten wir kurz mitten auf der schmalen Straße, um die Kinder hineinzutragen. Während Bianca die beiden ins Bett bringt, parkt Matthias den Wagen. Als er zurück kommt, schlafen die Kinder schon tief und fest.

Wir setzen uns noch ein wenig ins Wohnzimmer und schreiben an dem Reisebericht bzw. sichern den Track. Aber um 22:30 Uhr werden auch wir müde und gehen ins Bett.


Der dritte Tag in Daten:

Datum
24.07.2017
Uhrzeit Arizona: Mountain Standard Time (MST = UTC-7h)

Hotel
Pointe Hilton Tapatio Cliffs Resort , Phoenix (gebucht über hotels.com )
Preis pro Nacht (2 Queen Suite): EUR 71,83 (nach Abzug Bonusnacht von hotels.com)
zzgl. Resort Fee pro Nacht USD 29,61 (wurde uns nicht berechnet)

Eintritt
Tuzigoot N.M.
Montezuma Castle N.M.
Eintritt gilt für beide Parks (USD 10,00 p.P. über 15 Jahre - im Annual Pass enthalten)

Sonstige Ausgaben
Tanken bei Shell in Cordes Lakes (14,820 G à 2,699 USD/G): USD 40,00= EUR 34,99

Entfernung
217 Meilen

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