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Tag 4: Goldfield Ghost Town

Heute werden wir erst durch das Weckerklingeln um 5:15 Uhr wach. Wir haben heute ohne Unterbrechungen sechs Stunden geschlafen und fühlen uns jetzt eigentlich ziemlich ausgeschlafen. Bianca schreibt den Reisebericht des gestrigen Tages und Matthias sichert Fotos.

Um 6:30 Uhr stehen wir auf und als wir fertig sind, wird auch Viktoria wach. Wir kuscheln und spielen noch ein bisschen. Danach steht auch Viktoria ohne zu murren auf. Antonia dagegen schläft noch tief und fest. Als wir alle fertig sind und langsam hungrig werden, versuchen wir sie zu wecken. Leider ohne Erfolg. Erst als wir fragen, ob wir ohne sie frühstücken dürfen, wird sie wach.

Als wir alle zusammen frühstücken, ist es schon 8:40 Uhr. Heute gibt es wieder Cornflakes, Bran Flakes und das Baguettebrot von gestern. Dazu haben wir dann noch Frischkäse, Salami und Cheddar. Und da ist für jeden etwas dabei.

Als wir alle gestärkt und satt sind, macht sich auch Antonia fertig. Wir packen unsere Sachen für den heutigen Tag zusammen und die Kinder gehen wieder zur Eismaschine. Das macht ihnen immer wahnsinnigen Spaß, dauert aber auch ein wenig, da Viktoria dabei immer in ihre Spielwelt versinkt und aus dem Eisholen wilde Geschichten kreiert. So wird aus dem Eiswürfelbehälter ein Pokal und aus dem Weg zur Eismaschine die Vorbereitung auf ein Pferdeturnier.

Das Wetter ist heute wesentlich besser als gestern. Die Sonne scheint und es ist sehr warm, aber auch sehr schwül. Aber wir haben ja jetzt genügend kalte Getränke dabei. Gegen 10:50 Uhr machen wir uns endlich auf den Weg. Wir fahren zur I-17 und biegen dann auf die US 60 Richtung Osten ab. Dabei verfahren wir uns kurz, denn wir haben ein kleines Verständigungsproblem mit dem Navi auf Matthias iPhone. Jedes Mal, wenn wir eigentlich abbiegen müssen, sagt die Damenstimme "in xx Metern bitte geradeaus fahren". Und das ist manchmal schwierig zu interpretieren, wenn es Spuren gibt, die weiter geradeaus gehen und welche, die abgehen. Außerdem ist die Streckenführung bei den vielen Spuren einschließlich einer Pool Lane bei Autobahndreiecken mit vielen Überfliegern sehr unübersichtlich.

Aber wir müssen nur einmal wenden und kommen dann zur Apache Junction, wo wir abfahren. Wir halten noch einmal an einer Tankstelle und gegen 12:00 Uhr erreichen wir Goldfield. Wir halten an der alten Westernstadt und steigen aus. Es ist ziemlich heiß, wahrscheinlich 40 °C und die Kinder sind wenig begeistert. Erst als sie eine Eisenbahn sehen, sind sie aufgeregt.

Zunächst schauen wir uns die alten Gebäude an. Es gibt viele Geschäfte und Restaurants, aber etliche von ihnen sind auch zu. Die Reptilienausstellung, in der wir uns Schlangen und Skorpione hätten anschauen können, ist leider auch geschlossen.

Bei unserem weiteren Rundgang kommen wir dann zu einer Mine. Diese Tour haben wir vor 20 Jahren mal gemacht und fanden sie ganz lustig. Also würden wir sie auch heute gern mit den Kindern machen. Als wir an der Kasse sehen, dass es auch Combo-Tickets für die Mine, Eisenbahn und Mystery Shack gibt, überlegen wir kurz, was wir machen. Denn die Preise sind ganz schön gesalzen. Am Bahnhof kaufen wir dann aber doch die Combo Tickets. hierfür hebt Matthias am Geldautomaten noch einmal Bargeld ab.

Mit den Tickets in der Hand gehen wir zur Mine zurück. Denn die nächste Bahn soll erst in 20 Minuten fahren, danach alle 35 Minuten. Leider erfahren wir, dass die nächste Minentour zeitgleich losgeht und zusammen mit Mystery Shack etwa 40 Minuten dauert. Wir sind etwas sauer, dass die drei Attraktionen so schlecht auf einander abgestimmt sind, aber jetzt haben wir unsere Tickets in der Hand.

Wir stellen uns an der Mine in den Schatten. Aber es ist trotzdem heiß. Außerdem gibt es keine Plätze zum Sitzen. Viktoria wird maulig. Ihr ist langweilig. Also geht Bianca mit den Mädels zurück zum Auto, um noch einmal kalte Getränke und etwas Essen zu besorgen. Mit Möhren und Weintrauben gehen wir zurück zur Mine.

Die Tour beginnt auch kurz danach. Um 13:25 Uhr geht es mit etwas Verspätung los. Leider ist es sehr voll und wir müssen uns in dem Fahrstuhl sehr zusammen quetschen. Das ist bei den heutigen Temperaturen etwas unangenehm. Die Dame, die die Tour heute macht, sagt sie würde sich beeilen und die Verspätung wieder aufholen. Sie erzählt alles in einem wahnsinnigen Tempo und da die Gruppe so groß ist, hat sie eigentlich nur damit zu tun, die Leute so zu dirigieren, dass auch alle etwas sehen können.

Wir kommen gar nicht hinterher, für die Kinder zu übersetzen und so finden sie die Minentour sehr langweilig. Aber auch uns hat sie jetzt nicht sonderlich gefallen. Das war eindeutig Massenabfertigung.

Wir laufen aus der Mine heraus und gehen um die Ecke zum Mystery Shack. Hier warten wir zusammen mit etwa 20 anderen auf die Dame von eben. Wir gehen in ein schiefes Haus, in dem die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt zu sein scheinen. So fließt Wasser aufwärts und auch schwere Kugeln rollen scheinbar aufwärts. Es ist ziemlich lustig, aber für Viktoria zum Teil etwas unheimlich, weil es doch sehr schief ist und wir uns zum Teil nur schwer halten können.

Gegen 14:20 Uhr ist die Tour zu Ende. Als wir Richtung Bahnhof laufen, sehen wir gerade den Zug abfahren. Antonia ist sauer, denn jetzt müssen wir 35 Minuten auf die nächste Abfahrt warten. Wir laufen zum Auto und holen Erdbeeren und kalte Getränke aus der Kühlbox. Damit gehen wir zurück zum Bahnhof, denn dort ist wenigstens Schatten.

Anschließend wünschen die Damen noch Möhren und so vergeht die Zeit mit dem Laufen zwischen Bahnhof und Auto sowie dem Essen einigermaßen schnell.

Dann können wir endlich in den Zug steigen. Zusammen mit uns fahren nur zwei andere Familien. Das ist schön, dann müssen wir uns nicht so zusammen quetschen. Der Lokführer erklärt uns eine Menge zu der Vegetation und der Geschichte der Mine. Das interessiert die Kinder natürlich auch nicht. Und als er eine Zeitlang stehen bleibt, um etwas zu erzählen, finden sie das natürlich auch blöd. Alles in allem macht ihnen die Fahrt aber Spaß und sie wären am Liebsten noch eine Runde gefahren.

Wir sind jedoch ziemlich enttäuscht. Das Geld wäre wahrscheinlich an anderer Stelle besser angelegt gewesen. Zudem ist es jetzt schon nach 15:00 Uhr und eigentlich wollten wir ja heute noch ein Abzeichen machen. Den Weg zum Tonto N.M. können wir uns sparen. Wahrscheinlich wird dort auch um 17:00 Uhr geschlossen.

Also fahren wir nur zum wenige Meter entfernten Lost Dutchman S.P. Wir halten am Visitor Center und fragen die Rangerin nach dem Junior Ranger Abzeichen. Die Rangerin gibt uns das Heft, sagt aber, dass sie in etwa 5 Minuten schließen wird. Wir könnten heute also kein Abzeichen mehr bekommen. Wir überlegen, ob wir das Heft nehmen und trotzdem in den Park fahren, die Aufgaben lösen und dann morgen wiederkommen. Aber davon rät sie uns ab. Wir sollten lieber noch ein wenig auf dem Apache Trail fahren, wobei der unbefestigte Teil der Straße aufgrund der schweren Regenfälle von gestern teilweise stark beschädigt sei und ggf. nicht als Rundweg gefahren werden kann.

Also folgen wir ihrem Rat. Die Landschaft ist wirklich schön, nur leider können wir nirgends schöne Fotos machen, da immer irgendwelche Hochspannungsleitungen im Weg sind. Am Canyon Lake View Point bleiben wir kurz stehen.

Dann geht die Fahrt ohne Unterbrechung bis Tortilla Flat weiter. Hier sind heute alle Geschäfte und Restaurants zu. Es scheint es aufgrund der Regenfälle ein Problem mit der Stromversorgung zu geben. Also machen wir ein paar Fotos und drehen wieder um. Weiter kommen wir auch nicht, denn die Straße ist überschwemmt. Bei den Regenfällen in den letzten Tagen ist hier wohl so einiges an Wasser herunter gekommen.

Wir sind etwas enttäuscht vom dem Tag, aber die Kinder haben ihren Spaß. Sie malen auf der Rückbank und hören TKKG. Am Lost Dutchman S.P. halten wir noch einmal an, um Fotos von den Superstition Mountains sowie den Kakteen zu machen.

Anschließend fahren wir zurück nach Phoenix in unser Hotel. Leider kommen wir mit dem Auto nicht bis zu unserem Zimmer, da ein anderes Auto im Parkverbot auf der engen Straße geparkt hat und wir mit unserem großen Tahoe nicht vorbei passen. Wir halten kurz und warten, doch der Fahrer macht keine Anstalten, wieder zu kommen. Wir werden nur von vorbei laufenden Personen dumm angeschaut. Wir sind uns sicher, dass sie den Fahrer kennen, denn ganz in der Nähe findet wie jeden Abend eine Party statt.

Matthias versucht also aus der engen Straße rückwärts herauszufahren und findet zum Glück auch noch einen Parkplatz. Wir müssen jetzt einen etwas längeren Weg mit unserem ganzen Gepäck laufen, aber es geht noch.

Im Zimmer machen wir uns dann gleich fertig für den Pool. Nachdem wir alle fertig sind und gehen wollen, müssen wir jedoch noch unsere Zimmerkarten suchen, weil Antonia diese versteckt hat und sich nicht mehr daran erinnern kann, wo sie ist. Nachdem sie erst abstreitet, irgendetwas mit der verschwundenen Karte zu tun zu haben, findet sie diese dann in ihrem Badeanzug.

Gegen 19:00 Uhr sind wir dann endlich am Pool. Wie gestern ist es hier um diese Zeit sehr leer. Den Pool mit der Insel haben wir ganz für uns alleine. Viktoria schwimmt fleißig, sie will ihre Schwimmlehrer nach dem Urlaub beeindrucken. Antonia dagegen möchte lieber tauchen.

Wir spielen alle zusammen und um 19:40 Uhr wechseln wir noch einmal in den anderen Pool mit den Wasserfällen. Diese findet Antonia ganz super.

Leider müssen wir nach wenigen Minuten schon wieder gehen, denn um 20:00 Uhr wird die Poolanlage geschlossen. Als wir zum Ausgang gehen, sehen wir, dass auf den Wegen ganz viele Grillen laufen und springen. Das ist ziemlich ekelig. Denn im Dunkeln ist es fast unmöglich beim Laufen nicht auf welche drauf zu treten.

Im Zimmer ziehen wir uns um und gehen anschließend zurück zum Auto. Der Falschparker steht immer noch auf der Straße. Da hätten wir lange warten können, dass er wegfährt. Wir fahren noch einmal zum Safeway, denn die Kinder haben heute festgestellt, dass wir im ganzen Urlaub noch nicht einmal Eis gegessen haben.

Wir kaufen noch ein paar Schoten, Gurken, Möhren, Baguette und Soda Wasser. Die Kinder suchen heute das Eis aus. Sie entscheiden sich für die Ben & Jerry's Sorten Pistachio Pistachio und Boom Chocolatta Cookie Core.

Außerdem kauft sich Viktoria noch ein Pferd, dass sie schon gestern im Laden gesehen hat. Es ist Pinkie Pie von My Little Pony. Sie ist ganz stolz. Und als der Kassierer auch noch seine Witze macht und immer wieder das Titelliedes von My Little Pony singt, ist sie ganz begeistert.

Mit den Einkäufen geht es dann zurück zum Hotel. Auch jetzt steht der Falschparker noch da. Die Party ist ja auch noch in vollem Gange. Wir essen unser Eis, aber wie zu erwarten war, schmeckt den Kindern das Pistazieneis nicht. Also essen sie nur das Mocca-Karamell-Eis mit Schokokeks, während Bianca jetzt das ganze Pistazieneis alleine essen muss.

Gegen 21:30 Uhr gehen die Kinder dann ins Bett. Bianca liest ihnen noch ein Kapitel aus dem neuen Buch "Sternenschweif" vor und dann schlafen sie auch schon ein.

Bianca und Matthias schauen noch ein bisschen Baseball im Fernsehen und Matthias sichert die Fotos und Routen. Um 22:30 Uhr gehen wir dann auch schlafen.


Der vierte Tag in Daten:

Datum
25.07.2017
Uhrzeit Arizona: Mountain Standard Time (MST = UTC-7h)

Hotel
Pointe Hilton Tapatio Cliffs Resort , Phoenix (gebucht über hotels.com )
Preis pro Nacht (2 Queen Suite): EUR 71,83 (nach Abzug Bonusnacht von hotels.com)
zzgl. Resort Fee pro Nacht USD 29,61 (wurde uns nicht berechnet)

Eintritt
Combo-Ticket Goldfield Ghost Town: USD 58,00 (USD 18,00 / Erwachsenen, USD 11,00 / Kind) bar bezahlt

Sonstige Ausgaben
Tanken bei QuikTrip in Apache Junction (16,318 G à 2,059 USD/G): USD 33,60 = EUR 29,39

Entfernung
134 Meilen

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