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Tag 10: White Sands N.P. - Santa Fé

Als der Wecker heute um 5 Uhr klingelt, ist es nach unserem Zeitgefühl erst 4 Uhr. Dementsprechend müde sind wir. Und so schlafen wir noch ein bisschen, bis wir um 6 Uhr aufstehen. Um kurz vor 7 Uhr versuchen wir, die Kinder zu wecken. Das ist heute nicht ganz so einfach. Von ihren Lieblingsliedern werden sie jedenfalls nicht wach. Erst als wir ein paar Kinderlieder anmachen, öffnen sie die Augen. Sie schauen auf dem iPad die Lieder an und stehen dann auf.

Da Bianca heute Geburtstag hat, erwartet sie heute ein kleiner Geburtstagstisch im Hotel. Und als die Kinder wach sind, werden erst einmal die Geschenke ausgepackt. Sogar eine kleine Kerze und eine Schokolade mit Kerze von Omi gibt es.

Die Kinder schmieren sich mit Sonnencreme ein und ziehen sich an. Um kurz vor 8 Uhr gehen wir dann runter zur Lobby, um zu frühstücken. Es gibt das typische amerikanische Motel-Frühstück. Antonia und Viktoria essen Toasts mit Marmelade. Außerdem gibt es noch Rührei, Cornflakes und Kartoffeln. Gut gestärkt geht es dann wieder nach oben ins Zimmer, wo wir die letzten Sachen im Koffer verstauen und aufräumen. Die Kinder gehen zur Eismaschine, damit wir unsere Kühlbox auffüllen können.

Um 9:30 Uhr bringen wir unsere Koffer zum Auto und checken aus. Wir machen noch ein Foto vom Motel und fahren dann los. Zunächst müssen wir jedoch tanken und so suchen wir hier in Las Cruces noch eine Tankstelle. Als wir gestern Abend hier ankamen, war das Benzin ganz billig. Es hat hier unter US$ 2,00 pro Gallone gekostet.

Wir müssen ein bisschen fahren, bis wir eine geeignete Tankstelle finden. Dann geht es aber auf direktem Weg zur Interstate 25 und an der nächsten Abfahrt auf die US 70. Bis zum White Sands N.P. sind es jetzt noch 40 Meilen.

Die Fahrt ist unspektakulär. Die Landschaft hier in New Mexico ist ziemlich langweilig. Die Kinder haben jedoch Spaß und malen auf der Rückbank. Gegen 10 Uhr erreichen wir den National Park. Wir halten am Visitor Center und besorgen für die Kinder das Junior Ranger Heft. Danach gehen wir in den Souvenirladen, um uns Schlitten für die Kinder auszuleihen. Wir könnten hier welche für US$ 15 kaufen. Wenn man diese dann zurückgibt, bekommt man noch US$ 5 dafür. Wir entscheiden uns dafür, zwei gebrauchte für US$ 10 zu nehmen und diese dann abends für US$ 3 wieder zurück zu geben.

Die Kinder sind ganz aufgeregt. Die Junior Ranger Hefte sind heute Nebensache. Die Kinder möchten nur in die Sanddünen zum Rodeln. Denn darauf freuen sie sich schon die ganze Zeit.

Wir fahren also die Straße in den National Park hinein. Die ersten Haltepunkte sind leider gesperrt. Wir fahren bis zum Loop am Ende der Straße und suchen uns am Alkali Flat Trailhead eine schöne Sanddüne. Die Kinder rennen schon aufgeregt in die Sandberge. Sie können es gar nicht erwarten. Wir ziehen uns unsere Wanderschuhe an und danach wachsen wir die Schlitten.

Dann laufen die Kinder den Berg hinauf und versuchen das erste Mal zu Rodeln. Und es klappt auch gleich auf Anhieb. Sie rodeln ein paar Mal, aber dann sind wir alle ziemlich aus der Puste. Das ständige Klettern auf die Düne mit dem Schlitten ist ziemlich anstrengend. Es sind zwar nur ca. 30 Grad, aber die Anstrengung in der prallen Sonne macht uns zu schaffen. Die Gesichter der Kinder sind schon ganz rot angelaufen.

Wir machen eine kurze Pause im Schatten des Autos und trinken erst Mal ein paar kalte Getränke aus der Kühlbox. Damit sich die Kinder noch weiter abkühlen können, fährt Matthias mit ihnen zum nahegelegenen Alkali Flat Trail. Hier wollen wir ein bisschen in die Dünen hinein laufen. Allerdings sehen die Kinder immer noch etwas geschafft aus. Und so wollen wir lieber noch eine Weile im klimatisierten Auto sitzen bleiben und fahren den Loop Trail ein zweites Mal.

An einem Picknickplatz biegen wir ab und suchen uns ein Häuschen vor den Dünen. Auf der überdachten Bank machen die Kinder die Aufgaben aus dem Junior Ranger Book. Außerdem essen und trinken wir noch etwas. Nach einiger Zeit hat Antonia dann keine Lust mehr. Sie geht mit Matthias in die Dünen. Leider ist der Hügel nicht steil genug zum Rodeln. Also Buddeln die beiden lieber. Irgendwann kommt Viktoria auch dazu und wir Buddeln die beiden bis zum Kopf ein.

Als wir keine Lust mehr haben, steigen wir wieder ins Auto und fahren erneut zum Alkali Flat Trail. Hier parken wir und machen unsere Rucksäcke fertig. Antonia hat überhaupt keine Lust zum Wandern, aber wir können sie dann doch überreden.

Bei mittlerweile 40 Grad machen wir uns auf den Weg. Der gesamte Trail ist 8 km lang. Aber so weit wollen und können wir nicht gehen. Wir wollen nur ein wenig in die Dünen hinein laufen und dann umdrehen, wenn wir keine Lust mehr haben.

Der Weg ist sehr schön und gut mit roten Stangen gekennzeichnet. Sobald wir losgelaufen sind, sind wir eigentlich schon allein. Wir können zwar Fußspuren sehen, aber keine weiteren Personen. Die Kinder haben viel Spaß und rennen die Dünen rauf und runter. Wir machen immer wieder Pausen, denn wir sehen alle stark überhitzt aus. Es weht auch ein kleiner Wind, so dass der Schweiß gleich trocknet.

Wir laufen etwa 1,5 km und drehen dann um. Auf dem Rückweg haben die Kinder nicht mehr ganz so viel Lust, aber wir können sie immer wieder motivieren und zum Schluss laufen die Kinder dann noch ein paar Dünen extra.

Als wir beim Auto ankommen, sind wir ganz schön kaputt. Wir machen noch im Schatten des Autos eine kleine Pause und kühlen uns ab. Wir haben auf der kurzen Wanderung fast unseren gesamten Wasservorrat aufgebraucht.

Anschließend fahren wir dann noch zu unserem Rodelberg von heute Vormittag. Dort Rodeln wir alle noch ein wenig, bis wir wieder ganz geschafft sind. Da wir heute noch einen weiten Weg vor uns haben, machen wir uns jetzt lieber wieder auf den Weg zum Visitor Center. Auf dem Weg dorthin halten wir noch einmal, um Fotos von Yuccas in den Dünen zu machen.

Visitor Center geben wir dann die Schlitten wieder ab. Danach gehen wir zur Rangerin, um dort die Hefte vorzuzeigen. Die Rangerin ist recht unmotiviert und nimmt den Kindern den Schwur ab. Anschließend dürfen die Kinder zwischen einem Anstecker und einem Aufnäher wählen. Viktoria nimmt den Anstecker und Antonia den Aufnäher.

Wir machen dann noch ein Foto der Junior Ranger vor dem White Sands N.P. Schild und machen uns dann schleunigst auf den Weg. Es liegen jetzt ca. 4 Stunden Fahrt vor uns und mittlerweile ist es bereits 16:30 Uhr.

Als wir losfahren, kommt gerade ganz schön Wind auf und kurze Zeit später fängt es auch noch an zu regnen. Aber so wird hoffentlich unser Auto wieder sauber, dass nach der gestrigen Fahrt durch den Matsch wirklich schlimm aussieht.

Unser Navi schickt uns die US 70 weiter nach Alamogordo und dann weiter auf die US 54. In Carrizozo biegen wir dann auf die US 380 nach San Antonio ab, um dort auf die Interstate 25 zu fahren. Von hier sind es immer noch zwei Stunden bis Santa Fé.

Die restliche Fahrt ist unspektakulär. Wir halten nur noch einmal in Socorro, um auf die Toilette zu gehen. Die Fahrt zieht sich ganz schön. Zwischendurch fängt es immer wieder an zu regnen. Wir sind ganz schön müde und müssen uns ziemlich konzentrieren.

Gegen 20 Uhr wird es dunkel, die Sonne geht unter. Antonia schläft im Auto ein. Viktoria dagegen ist hellwach. Sie hört ihre Lieder und singt lautstark mit. Etwa eine Stunde später ist sie aber auch eingeschlafen. Um 21:30 Uhr erreichen wir endlich unser Hotel in Santa Fé. Während Bianca bei den schlafenden Kindern bleibt, holt Matthias die Zimmerkarten. Wir bekommen ein Zimmer im obersten dritten Stock.

Antonia ist inzwischen aufgewacht und kann allein ins Zimmer gehen. Viktoria dagegen muss von Bianca getragen werden. Als wir im Zimmer ankommen, sucht sich Antonia das Bett am Fenster aus. Wir legen Viktoria hinein, die auch sofort weiterschläft. Antonia zieht sich auch gleich aus und geht ins Bett. Sie schläft dann auch innerhalb von fünf Minuten ein.

Matthias muss noch einmal zum Auto, um die restlichen Sachen zu holen. In der Zwischenzeit kann sich Bianca ein wenig umschauen. Das Zimmer ist zwar groß, aber schon ziemlich in die Jahre gekommen. Wir haben hier einen Wohnbereich mit Couch, Schreibtisch und Küchenecke. Das Waschbecken ist allerdings mitten im Schlafbereich. Nur die Toilette und Dusche sind abgetrennt. Es gibt noch einen kleinen Kleiderschrank, aber ansonsten nur drei weitere Schubkästen. Hier bekommen wir unsere Sachen nicht unter. Da müssen sie wahrscheinlich die zwei Tage über im Koffer bleiben.

Wir bleiben noch bis ca. 23 Uhr auf, um Emails zu lesen und den morgigen Tag vorzubereiten. Dann sind wir aber auch todmüde und fallen ins Bett.


Der zehnte Tag in Daten:

Datum
xx.2017
Uhrzeit New Mexico: Mountain Daylight Time (MDT = UTC-6h)

Motel
Hyatt Place , Santa Fé (gebucht über hyatt.com )
Preis pro Nacht (2 Queen): USD 164,07 = EUR xxx,xx

Eintritt
White Sands N.P. (USD 5,00 p.P. über 15 Jahre - im Annual Pass enthalten)

Sonstige Ausgaben

Entfernung
356 Meilen

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