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Tag 13: House On Fire, Natural Bridges N.M. - Moab

Den Wecker haben wir uns heute auf 5:20 Uhr gestellt, denn für uns ist es ja gefühlt eine Stunde früher. Aber wir brauchen trotzdem ein wenig bis wir Wach werden und so ist schon 6:00 Uhr als wir mit dem Schreiben der Reiseberichte anfangen.

Um 7:00 Uhr gehen wir ins Bad. Da wir gestern die Koffer nicht ausgepackt haben, müssen wir heute auch nicht so viel einpacken. Das ist auf der einen Seite praktisch, da wir Zeit sparen, auf der anderen Seite finden wir natürlich auch das was wir brauchen nicht so schnell.

Um 8:00 Uhr wecken wir die Kinder auf. Sie sind noch müde, aber das Argument mit dem Frühstücksbüffet zieht und sie stehen schnell auf. Währenddessen packen wir noch ein wenig ein und um 8:30 Uhr können wir zum Frühstücksraum gehen. Dieser ist recht klein und die Auswahl ist auch nicht besonders groß. Es gibt Toast, Marmelade, Käseomelett, Cerealien und Joghurt. Außerdem haben wir unser Nutella und unsere Himbeermarmelade mitgenommen.

Antonia findet nicht so richtig was. Sie isst nur ein Toast mit Marmelade. Aber dafür schmeckt es Viktoria. Sie isst Toast mit Marmelade und Branflakes mit Rosinen. Um 9:15 Uhr sind wir fertig mit dem Frühstück. Wir gehen nach oben ins Zimmer und die Kinder gehen noch drei Mal zur Eismaschine. Das macht ihnen großen Spaß, bis sie sich darüber streiten, wer die Zimmerkarte und wer den Eisbehälter tragen darf.

Wir bringen unsere Sachen ins Auto und checken aus. Um 9:50 Uhr verlassen wir das Super 8. Für eine Nacht war es ok, aber es war erwartungsgemäß definitiv nicht das beste Motel auf unserer Reise.

Wir fahren anschließend zum Supermarkt auf der anderen Straßenseite, um dort noch ein paar Snacks einzukaufen. Wir kaufen Himbeeren, Weintrauben und ein paar Kekse. Leider gibt es keine Snackgurken für die Kinder.

Mit den Einkäufen geht es dann endlich los. Wir fahren den Highway 191 wieder zurück Richtung Süden. Kurze Zeit später biegen wir dann auf die State Route 95 ab. Unser Ziel heißt Mule Canyon. Wir zahlen an der Einfahrt die Fee von $ 8,00. Dazu müssen wir die Kinder anpumpen, denn wir haben dieses Jahr kein Bargeld geholt und nur zwei Dollar im Portemonnaie. Wie wir später feststellen, hätten wir diese wahrscheinlich gar nicht bezahlen müssen, da wir außerhalb der Saison da sind.

Wir fahren noch ein paar Meter und halten dann am Eingang zum Canyon. Unten können wir schon das Trailregister sehen. Wir packen unsere Rucksäcke, stecken Wasser ein und machen uns auf den Weg. Antonia mault ein bisschen, weil es ihr zu warm ist, aber Viktoria hat Lust zum Wandern. Wir gehen die Böschung hinunter und tragen uns am Trailregister ein. Anschließend laufen wir ein trockenes Flussbett entlang. Es sind erst 29 °C, aber es kommt uns schon sehr warm vor.

Wir machen immer wieder Pausen im Schatten und die Kinder können sich nur schwer aufraffen, weiter zu gehen. Also müssen wir sie ein bisschen antreiben. Als Antonia hört, dass wir zu Ruinen laufen, hat sie keine Lust mehr. Aber wir könnten sie überzeugen, dass diese besonders sind. Als die beiden einen Wanderstock finden, geht es etwas besser. Nach etwa 30 Minuten erreichen wir dann unser Ziel und klettern zu den Indianer Ruinen hinauf.

Die Kinder setzen sich in den Schatten und wir können in Ruhe Fotos machen. In Natur sieht die Ruine gar nicht so spektakulär aus, aber auf dem Foto kommen die Farben richtig zur Geltung, so dass der Name „House on Fire“ der Ruine alle Ehre macht. Selbst die Kinder sind begeistert, als sie die Fotos sehen. Viktoria fängt sofort an zu singen „The Roof, the Roof, the Roof is on Fire“. Wir sind immer wieder erstaunt, wie sie auf solche Sachen kommt.

Die Kinder klettern später auch noch einen Felsen hinauf. Dieser wird später ihre Bühne, auf der sie ein kleines Konzert für uns geben. Sie singen selbstausgedachte Lieder, u.a. „Die kleine Larve“ und „Ich bin ‘ne Pizza“. Am liebsten möchten Sie hier gar nicht mehr weg. Doch da es schon nach 12 Uhr ist, gehen wir langsam wieder zum Auto zurück.

Auch hier machen wir immer wieder Pausen, damit die Kinder etwas trinken können. Auf dem Weg kommen uns zwei Familien entgegen. Da hatten wir wohl Glück, dass wir das House on Fire für fast eine Stunde ganz für uns alleine hatten. Um 13:00 Uhr erreichen wir dann wieder unser Auto. Wir sind froh, etwas Kaltes aus der Kühlbox trinken zu können. Mittlerweile sind die Temperaturen auch auf 35 °C angestiegen.

Wir fahren die State Route 95 weiter und biegen kurze Zeit später zum Natural Bridgestone NM ab. Wir halten am Visitor Center und zeigen dort unseren National Park Pass vor. Außerdem bekommen die Kinder ihre Junior Ranger Hefte. Sie fangen gleich an, die Aufgaben im Visitor Center zu lösen.

Da wir noch eine Wanderung unternehmen wollen und auch müssen, dies ist eine Aufgabe im Junior Ranger Heft, machen wir uns so langsam auf den Weg. Denn mittlerweile ist es bereits 14:15 Uhr. Heute wollen wir zur Sipapu Bridge laufen. Diese ist die erste der drei Brücken auf der Loop Road.

Wir parken am Trailhead und packen unsere Rucksäcke. Dann geht es los. Viktoria rennt voran. Ihr scheint die Wanderung Spaß zu machen. Sie freut sich über jede Entdeckung und ruft immer „Jetzt kommen Treppen“ oder „Jetzt kommt die erste Leiter“. Sie hat viel Spaß und spielt dabei immer Rollenspiele. Sie ist die Junior Rangerin und Reiseleiterin und wir sind die Kinder aus ihrer Reisegruppe. Wir bekommen auch alle andere Namen.

Auf dem Weg machen wir das Bingo aus dem Junior Ranger Buch, d.h. wir müssen auch noch auf Pflanzen, Tiere und Steine achten. Die Treppen und Leitern machen den Kindern besonders viel Spaß.

Es ist zwar sehr warm, aber im Moment geht es noch bergab. An den Aufstieg denken wir jetzt noch nicht. Leider ist auf dem Weg sehr viel los. Besonders eine französische Gruppe nervt uns. Die hört Musik beim Wandern und zwar in einer Lautstärke, dass wir sie von weitem hören können. Auch andere Wanderer schauen genervt.

Auf halbem Weg bekommt Antonia auf einmal Nasenbluten. Es ist ziemlich stark und wir müssen eine längere Pause einlegen. Auch ihr Kleid ist blutverschmiert. Als die Blutung nachlässt, gehen wir weiter. Es kommen noch zwei Leitern, die hinunter geklettert werden müssen und die Kinder sind kaum zu halten.

Anschließend müssen wir noch durch ein paar Sträucher laufen und dann stehen wir unter der Brücke. Sie ist riesig und wir bekommen sie nicht ganz aufs Foto.

Die Kinder freuen sich, dass unter der Brücke auch etwas Wasser fließt. Sie hüpfen immer wieder über die Steine und wir hoffen, dass sie nicht in den Schlamm fallen.

Um 15:30 Uhr gehen wir langsam wieder nach oben. Wir wissen nicht genau, wann das Visitor Center schließt. Das hatten wir vorhin vergessen zu fragen. Die Visitor Center in Arizona haben immer um 16:00 Uhr zu gemacht. Deshalb beeilen wir uns, denn die Kinder wollen natürlich ihr Abzeichen bekommen.

Der Aufstieg ist wie zu erwarten war sehr anstrengend. Wir kommen ganz schön außer Puste. Besonders Viktoria, die beim Runtergehen die erste und schnellste war, hat Probleme. Sie muss immer wieder eine Pause machen.

Gegen 16:00 Uhr sind wir aber oben. Wir trinken schnell etwas kühles und machen uns dann schnell auf den Weg zum Visitor Center. Die Loop Road zieht sich ganz schön. Wir kommen an den anderen beiden Brücken vorbei, halten aber nicht mehr an. Zur Owachomo Bridge sind wir bei unserem letzten Besuch gewandert.

Um 16:15 Uhr erreichen wir das Visitor Center. Wir gehen hinein und die Kinder zeigen dem Ranger ihr Heft. Dieser schaut sich alles an und scheint zufrieden zu sein. Er stellt noch ein paar Fragen und setzt sich dann seinen Hut auf. Er gibt den Kindern ihr Abzeichen und dann werden sie noch vereidigt.

Viktoria ist ganz aufgeregt und kichert die ganze Zeit. Beim Schwur ist sie jedoch ganz ruhig. Mittlerweile können sie auch schon richtig gut nachsprechen. Nach der Vereidigung wollen die Kinder das Visitor Center gar nicht mehr verlassen. Sie müssen sich alles genau anschauen und der Ranger muss schon lachen.

Aber schließlich gehen wir dann doch zum Auto und verlassen den Park wieder. Am Parkschild halten wir noch einmal an, um ein Foto zu machen.

Anschließend fahren wir die AZ 95 wieder zurück zum Highway 191. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einer Stelle vorbei, an der wir durch einen Berg fahren.

Den Highway 191 fahren wir zurück in Richtung Blanding. Wir halten noch einmal am Supermarkt von heute morgen, denn die Himbeeren, die wir gekauft haben, waren zum großen Teil verschimmelt. Also geht Bianca in den Laden, um sie umzutauschen. Dies geht auch ohne große Nachfrage. Im Laden gibt es jetzt auch Kartoffelecken, aber Viktoria möchte komischerweise keine.

Also fahren wir weiter und halten beim Drive-In an, bei dem wir gestern waren. Das Essen hat überraschenderweise sehr gut geschmeckt, auch wenn der Laden von außen etwas seltsam aussieht. Wir bestellen zwei große Portionen Pommes für die Kinder und je einen Burger für uns. Während wir warten gehen die Kinder nach draußen zum Spielen. Die Bestellung kommt nach ungefähr 10 Minuten. Wir suchen uns drinnen einen Tisch. Das Essen ist sehr lecker und die Kinder genießen ihre Pommes. Wir hatten zwar gesagt, dass die Kinder Ketchup wollen. Trotzdem bekommen wir wieder dieses Ketchup-Majo Gemisch. Zusätzlich aber noch je 5 Tütchen Ketchup.

Um 18:20 Uhr fahren wir dann weiter. Das Essen hat uns ungefähr 45 Minuten gekostet. Wir fahren schnell weiter, denn bis nach Moab sind es noch ungefähr 1,5 Stunden. Auf dem Weg dorthin kommen wir durch Monticello. Zuerst wollten wir hier nach einem Motel suchen, aber jetzt sind wir froh, dass wir Blanding gewählt haben, denn Monticello scheint immer mehr herunter zu kommen.

Um 19:40 Uhr kommen wir dann in Moab an. Wir fahren zu unserem Motel und checken ein. Direkt von der Lobby kommt man hier zum Pool und als Viktoria diesen sieht, möchte sie natürlich sofort dort hin. Zuerst gehen wir aber auf unser Zimmer, um uns dieses anzuschauen. Die Kinder sind begeistert und auch wir finden es ok. Die letzten Zimmer, die wir in Moab hatten, waren leider nicht so toll. Aber dieses ist in Ordnung. Es ist groß, aber komischerweise gibt es nur wenig Möglichkeiten, seine Kleidung zu verstauen.

Die Kinder bleiben im Zimmer, während wir noch einmal zum Auto zu gehen, um unser Gepäck zu holen. Wir fangen dann an, unsere Koffer auszupacken. Doch dann gehen wir erst einmal mit den Kindern nach draußen, denn das Motel hat einen eigenen Spielplatz.

Die Kinder spielen und klettern und haben viel Spaß. Nach 20 Minuten gehen wir weiter und schauen uns auf dem Gelände um. Es gibt noch eine Wiese, auf der man mit Hufeisen werfen kann. Allerdings sehen wir keine Hufeisen. Es gibt noch einen Fitnessplatz für Erwachsene, auf dem die beiden auch noch ein bisschen spielen. Es ist aber auch kein anderer da.

Dann gehen wir Richtung Pool. Kurz vorher gibt es noch einen Platz, auf dem aus Düsen Wasserfontänen heraus kommen. Viktoria drückt den Kopf und schon schießt das Wasser heraus. Ohne zu zögern rennt sie durch das Wasser und ist sofort klatschnass.

Zum Glück haben wir die Handtücher mitgenommen. Antonia traut sich nicht richtig. Sie möchte nur in Badesachen hindurch rennen. Wir hatten sie zwar vorher gefragt, ob sie welche anziehen möchte. Aber da wollte sie noch nicht.

Also gehen wir wieder nach oben aufs Zimmer und ziehen uns um. Danach gehen wir zum Pool. Es ist ziemlich viel Betrieb. Aber für die Kinder gibt es kein Halten mehr. Wir können gar nicht so schnell gucken, wie die beiden im Pool sind. Während wir uns noch fertig machen und Pool Handtücher besorgen, schwimmen die beiden schon. Wir gehen auch in den Pool und erschrecken uns ein wenig, denn das Wasser ist kalt. Es sind zwar draußen 35 °C, aber das Wasser ist kalt. In Flagstaff war das genau umgekehrt. Außerdem ist hier ganz schön viel Betrieb. Das war es in Palm Springs zwar auch, aber dort wurde Rücksicht genommen. Hier wird jedoch gesprungen, gespritzt und mit Bällen geworfen. Nach kurzer Zeit wird uns kalt und wir haben keine Lust mehr auf das chaotische Treiben.

Wir gehen aus dem Pool heraus und trocknen uns ab. Es ist zwar noch warm draußen, aber trotzdem ist uns kalt. Wir verlassen den Poolbereich und gehen noch einmal zu den Wasserfontänen. Aber die Kinder sagen, dass das Wasser noch kälter ist als im Pool. Viktoria springt zwar noch einmal durch die Wasserstrahlen, Antonia bleibt aber an der Seite stehen.

Da es mittlerweile schon 21:30 Uhr ist, gehen wir nach oben ins Zimmer. Die Kinder kuscheln sich ins Bett, damit sie warm werden. Sie gehen kurz danach richtig ins Bett. Wenig später sind sie auch eingeschlafen. Wir setzten uns auch aufs Bett und schreiben noch den Reisebericht bzw. sichern Routen und Fotos. Viel schaffen wir jedoch nicht mehr. Gegen 22:30 Uhr schlafen dann auch wir ein.


Der 13. Tag in Daten:

Datum
25.07.2018
Uhrzeit Utah: Mountain Daylight Time (MDT = UTC-6h)

Motel
Archway Inn , Moab (gebucht über hotels.com )
Preis pro Nacht (2 Queen): USD 154,79 = EUR xxx,xx

Eintritt
Mule Canyon (Backcountry Permit USD 2,00 pro Person)
Natural Bridges N.M.
(USD 15,00 - im Annual Pass enthalten)

Sonstige Ausgaben

Entfernung
163 Meilen

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