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Tag 12: Bandelier N.M. - Farmington

Auch heute klingelt der Wecker wieder um 5:00 Uhr. Etwa 20 Minuten später steht Bianca auf, denn heute müssen wir pünktlich das Hotel verlassen. Matthias steht um 6:00 Uhr auf und die Kinder eine halbe Stunde später. Wir fangen auch schon an, unsere Koffer zu packen, gehen dann aber erst einmal zum Frühstück.

Das Büffet ist sehr reichhaltig. Und zur großen Freude von Antonia gibt es zum ersten Mal in diesem Urlaub gebratenen Speck. Also nimmt sie sich davon eine große Portion. Etwas anderes braucht sie heute morgen nicht. Wir essen noch Toast und Cornflakes und Viktoria nimmt noch einen Erdbeer-Joghurt. Um 7:30 Uhr sind wir fertig und gehen zurück aufs Zimmer, um die letzten Sachen einzupacken.

Um 8:00 Uhr sind wir dann soweit, dass wir auschecken können. Wir machen noch schnell ein Foto vom Hotel und dann geht es los. Wir verlassen Los Alamos und fahren auf den Highway 502 in Richtung Bandelier NM. Als wir durch White Rock fahren, sehen wir das Visitor Center vom Park. Von hier aus starten die Shuttle Busse, mit denen wir auch bei unserem letzten Besuch gefahren sind. Diese fahren ab 9:00 Uhr und jetzt um diese Zeit ist der Parkplatz noch leer. Auf den nächsten Meilen stehen immer wieder Schilder, dass man nur mit dem Shuttle Bus in den Park kommt. Wir haben zwar auf der Website des Parks gelesen, dass man bis 9:00 Uhr auch mit dem Auto in den Park kommt, aber so langsam bekommen wir Bedenken, ob das auch stimmt. Die Tatsache, dass wir bis 9:00 Uhr mit dem Auto in den Park können war auch der Grund dafür, dass wir in Los Alamos übernachtet haben.

Um 8:45 Uhr erreichen wir den Parkeingang. Vor uns fährt auch gerade ein Auto rein und das Tor ist offen. Ein Ranger sitzt nicht im Häuschen am Eingang und so fahren wir weiter. Als wir am Parkplatz vor dem Visitor Center ankommen, ist dieser schon gefüllt, aber nicht voll. Wir cremen Viktoria noch mit Sonnencreme ein und packen dann unsere Rucksäcke.

Wir gehen ins Visitor Center und zeigen unseren National Park Pass. Anschließend vergleichen wir noch die Junior Ranger Hefte, denn wir haben unsere wieder zu Hause ausgedruckt. Aber sie sind identisch mit denen, die es hier gibt. Wir lassen uns von der Rangerin noch einen Trailguide in deutsch und englisch geben und gehen dann nach draußen. Vor dem Visitor Center schauen wir in unseren Junior Ranger Heften, welche Aufgaben noch zu lösen sind. Den einen Teil können wir gleich hier vor dem Visitor Center im Garten lösen.

Danach machen wir uns auf den Weg zu den Ruinen. Es ist jetzt 9:30 Uhr und der erste Shuttle Bus mit Besuchern ist angekommen, d.h. es wird langsam voller. Viktoria sucht wieder nach den Schildern mit den Zahlen und Antonia liest uns dazu die Informationen vor. Aber eigentlich möchten die Kinder nur endlich auf den Leitern klettern.

Wir laufen durch die Reste eines Pueblo Dorfes und kommen dann zu den Felsen des Frijoles Canyon. Dieser sieht aus wie ein Schweizer Käse und ist mit Löchern nur so gespickt. Wir folgen dem Trail und kommen zu den ersten Häusern. In das erste Haus können wir mit Hilfe einer Leiter hinein klettern. Das machen die beiden Mädels natürlich gleich.

Wir gehen auch hinterher und kommen in ein relativ kleines Haus, das so flach ist, dass wir nicht stehen können. Da unten schon andere Leute warten, gehen wir schnell wieder nach unten.

Wir gehen den Trail weiter und kommen an weiteren Häusern bzw. deren Überresten vorbei. Der Weg ist auch ganz spannend, denn wir müssen immer wieder Treppen steigen und uns durch enge Stellen quetschen.

Beim Schlangenhaus können wir die Reste von Piktogrammen sehen. Hier wurde die gefiederte Schlange gemalt, die dem Haus seinen Namen gegeben hat. Etwas später kommt dann das nächste Haus mit Leiter. Dieses ist wesentlich größer. Wir können alle darin stehen und es hat auch mehrere Fenster bzw. Löcher.

Das Haus mit den Handabdrücken an der Decke, ist wegen Restaurationsarbeiten leider geschlossen. Als nächstes kommen wir daher zum Long House. Dieses ist wie der Name sagt, ziemlich lang. Aber auch hier gibt es schöne Piktogramme, die mittlerweile durch eine Glasplatte geschützt werden. Als Antonia etwas in ihrem Heft machen möchte, bemerken wir, dass uns ein Bleistift fehlt. Da es sich um einen Farbwechsel-Bleistift handelt, den Viktoria in einem National Park bekommen hat, ist die Trauer natürlich groß. Und so laufen wir den ganzen Trail noch einmal zurück.

Auf dem Rückweg werden wir von entgegenkommenden Besuchern darauf hingewiesen, dass direkt neben einem Felsen ein Fuchs mit seinem Jungen sitzt. Wir halten natürlich auch an, um zu schauen und versuchen ein paar Fotos zu machen.

Wir laufen den ganzen Weg zurück und klettern auch in die Häuser, in denen wir waren. Aber auf einmal sehen wir, wie uns Matthias entgegenkommt. Und er hat einen lilafarbenen Stift in der Hand. Dieser lag unter der Bank des ersten Hauses, in das wir geklettert sind. Viktoria ist glücklich, und so können wir den ganzen Weg wieder zurück laufen.

Wir kommen jetzt zum Abzweig des Trails zum Alcove House. Hier könnten wir auch wieder zum Parkplatz zurück laufen. Aber natürlich wollen die Kinder lieber zum Alcove House gehen und die langen, hohen Leitern hinauf klettern. Also laufen wir noch die zusätzliche Meile. Wir gehen am Creek entlang und müssen diesen auch hin und wieder überqueren. Dabei helfen uns ein paar Holzbretter, die hier als Brücke dienen. Das macht den Kindern unglaublich viel Spaß und wir müssen immer so tun, als würden wir uns nicht trauen.

Gegen 11:45 Uhr erreichen wir die erste Leiter zum Alcove House. Die Kinder sind schon ganz aufgeregt und wir müssen sie noch einmal einschwören, dass sie trotz der Aufregung und ihres Mutes, vernünftig bleiben und aufpassen sollen.

Wir klettern die Leitern hinauf und quetschen uns durch teilweise ziemlich enge Gänge. Vor der zweiten Leiter müssen wir ein bisschen warten, da gerade eine ziemlich große Gruppe hinunter klettert und einige von ihnen ein wenig unsicher sind. Aber das ist nicht schlimm. So können wir ein bisschen verschnaufen und es sind natürlich auch weniger Leute oben in der Alkove.

Als wir oben ankommen, sind wir ganz alleine. Wir ruhen uns erst einmal auf einem Stein aus und machen Fotos. Die Kinder stärken sich noch mit Bananenchips und getrockneten Mangos. Kurz danach kommen aber weitere Besucher, so dass wir wieder den Rückweg antreten. Bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren hatte Viktoria noch Probleme beim Herunterklettern der Leitern, aber jetzt ist das alles kein Problem mehr. Um 12:15 Uhr stehen wir wieder unten.

Wir machen uns auf den Weg zurück zum Visitor Center und laufen zunächst den gleichen Weg wieder zurück. Es geht wieder durch Pinienwälder und immer am Creek entlang. Als wir auf eine Kurve zukommen, sehen wir eine kleine Gruppe stehen, die Fotos macht und ins Gestrüpp schaut. Antonia sagt, dass da entweder wieder ein Fuchs oder eine Schlange ist. Wir lachen noch darüber, aber als wir näher kommen, sagt uns eine der Frauen, dass hier eine Klapperschlange sei, und zwar ein Riesenexemplar. Und dann sehen wir sie auch. Sie ist tatsächlich riesig.

Die Kinder sind ganz aufgeregt, denn es ist die erste Klapperschlange, die sie auf einer Wanderung sehen. Es handelt sich hier um die Diamondback Rattlesnake. Wir können auch die Rassel sehen, aber die Schlange ist ziemlich entspannt und fühlt sich nicht belästigt. Auf jeden Fall klappert sie nicht.

Da Viktoria dringend auf die Toilette muss, gehen Bianca und Viktoria schon einmal zurück zum Visitor Center, während Antonia und Matthias noch Fotos von der Schlange machen.

Gegen 13:00 Uhr treffen wir uns am Visitor Center wieder. Wir schauen noch einmal in die Hefte, ob auch alle Aufgaben gelöst sind. Da dies der Fall ist, gehen wir zum Ranger. Da jedoch gerade ein Shuttle Bus angekommen ist, ist am Tresen viel Betrieb. Aber nach kurzer Zeit hat eine Rangerin für uns Zeit. Sie schaut sich die Hefte der Kinder an und lobt die beiden für Ihre schönen Zeichnungen und die gelösten Aufgaben. Anschließend bekommen die beiden ihre Abzeichen. Es gibt dieses Mal einen Aufnäher und einen Anstecker. Anschließend werden die beiden noch vereidigt. Sie gehen danach noch in den Bookstore, um ihre Hefte zu stempeln.

Um 13:30 Uhr gehen wir zum Auto zurück. An der Shuttle Bus Station stehen gerade etliche Leute und wir sind froh, dass wir nicht mit dem Bus nach White Rock fahren müssen, sondern gleich weiterfahren können. Das spart uns sicherlich eine Stunde.

Wir fahren aus dem Park hinaus und wollen am Parkschild noch ein Foto machen. Aber leider gibt es keine richtige Parkgelegenheit, da ja nur wenige Besucher mit dem Auto kommen und der Shuttle Bus hier nicht hält. Also wenden wir noch einmal, um uns einen Parkplatz zu suchen. Dazu fährt Matthias wieder mit dem Auto in den Park, um hinter dem Rangerhäuschen zu wenden. Da es jetzt nach 9:00 Uhr ist, ist die Einfahrt mit dem Auto eigentlich verboten und die Rangerin kommt wutentbrannt aus ihrem Häuschen. Aber nach einer kurzen Erklärung und Entschuldigung legt sich die Aufregung und wir unterhalten uns noch kurz mit ihr. Wir halten dann schnell auf der Straße und machen unser Foto.

Jetzt geht es aber schnell weiter nach Farmington. Vom Bandelier NM geht es auf dem Highway 4 weiter durch die Berge. Die Fahrt ist interessant, aber wir kommen aufgrund der kurvigen Straße natürlich nicht so wirklich schnell voran. Nach etwa einer Stunde Fahrt kommen wir an eine Kreuzung, bei der sich das Navi aus unserem Auto und Maps.me (die Routenplanung unseres Handys) nicht ganz einig sind. Wir vertrauen Maps.me, da die App bisher immer recht behalten hat. Und so biegen wir auf die 126 ab. Nach kurzer Zeit wird die Straße aber immer schlechter. Sie wird zu einer Schotterpiste und geht ziemlich steil und kurvig einen Berg hinauf. Wir sind uns nicht sicher, ob dieser Weg tatsächlich richtig ist, fahren aber weiter. Irgendwann wird aus dem Schotter dann auch noch Sand oder Lehm. Wir denken uns noch, dass es jetzt nur nicht anfangen soll zu regnen, als die ersten Tropfen kommen. Es tröpfelt zum Glück aber nur ein bisschen und nach 14 km wird die Straße dann auch wieder besser. Kurze Zeit später erreichen wir die „Stadt“ Cuba und den US Highway 550.

Um 17:00 Uhr erreichen wir Farmington. Hier wohnen wir im Comfort Suites, das wir auch kurze Zeit später erreichen. Wir checken ein und bringen unser Gepäck aufs Zimmer. Wir haben ein relativ großes Zimmer mit zwei Queen-Betten, einer Sitzecke und einer kleinen Küchenecke mit Mikrowelle, Kühlschrank und Kaffeemaschine. Das Zimmer ist okay. Es riecht ein bisschen muffig und die Küchenecke ist nicht ganz sauber, aber ansonsten ist alles gut.

Die Kinder sind jetzt ein bisschen aufgekratzt. Damit sie nicht das ganze Zimmer auseinander nehmen, schlagen wir Ihnen vor, ihre Postkarten zu schreiben. Und so setzen sie sich an den Schreibtisch und schreiben jeweils eine Karte.

Gegen 19:00 Uhr haben wir dann Hunger. Wir einigen uns auf Pommes. Und so fahren wir zum nah gelegenen Blake’s Lota Burger. Wir bestellen drei Hamburger und zwei Mal Pommes. Nach einer kurzen Wartezeit bekommen wir dann unser Essen, welches wir direkt vor dem Restaurant essen. Es schmeckt ganz gut, aber die Kinder sind nicht ganz satt geworden.

Wir fahren zum nahegelegenen Walmart. Dort schauen wir nach Eiscreme zum Nachtisch. Vorher gehen wir aber noch durch die Bekleidungsabteilung, um nach Schuluniformen zu schauen. Aber auch hier gibt es keine. Wir vermuten, dass New Mexico eventuell keine Schuluniformen hat. Aber Antonia findet noch ein T-Shirt, das ihr gefällt und Viktoria ein Kleid. Also nehmen die beiden die Kleidungsstücke mit. Sie wollen diese von ihrem Taschengeld kaufen.

Beim Eis fällt die Wahl auf Ben & Jery‘s Brownie Batter Core und und Half baked. Mit den Einkäufen fahren wir zum Berg Park. Hier gehen wir zu einem Pavillon mit Tischen und Bänken, wo wir das Eis essen.

Nach dem Essen gehen die Kinder auf den Spielplatz. Den eigentlichen Spielplatz finden sie gar nicht so interessant. Viel besser gefällt Ihnen der Fitness Parcours für die Erwachsenen. Hier probieren Sie alle Geräte aus.

Nach einiger Zeit entdecken die beiden dann aber den Wasserspielplatz. Badesachen oder Wechselkleidung haben wir nicht dabei. Das stört die beiden aber nicht. Animiert von Antonia rennen die beiden durch die Wasserfontänen. Zum Schluss stellen Sie sich auch direkt auf die dicken Wasserstrahlen, bis sie klatschnass sind.

Viktoria möchte jetzt gern noch auf den richtigen Spielplatz gehen. Dies geht natürlich nicht, so nass wie die beiden sind. Bedröppelt gehen die beiden zum Auto zurück. Ihnen ist jetzt kalt und sie wollen sich natürlich auch nicht so nass auf ihren Sitz setzen. Also ziehen sich die beiden aus und Viktoria zieht ihr eben gekauftes Kleid an und Antonia ihr T-Shirt. Außerdem wickeln sie sich noch eine Decke um. So fahren wir dann los. Wir fahren noch an einer Tankstelle vorbei, bis es endlichen Hotel zurück geht.

Um 21:30 Uhr sind wir dann wieder im Hotel. Die Kinder gehen gleich ins Bett. Gegen 22:00 Uhr sind die beiden eingeschlafen. Wir schreiben noch ein wenig am Reisebericht und gegen 23:00 Uhr sind wir auch eingeschlafen.


Der zwölfte Tag in Daten:

Datum
23.07.2019
Uhrzeit New Mexico: Mountain Daylight Time (MDT = UTC-6h)

Motel
Comfort Suites , Farmington (gebucht über hotels.com )
Preis pro Nacht (2 Queen): USD 131,60 = EUR xxx,xx

Eintritt
Bandalier N.M. (USD 25,00 - im Annual Pass enthalten)

Sonstige Ausgaben
Walmart in Farmington: USD 27,85 = EUR 24,43

Entfernung
201 Meilen

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