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Tag 12: Lagoon Park

Auch heute klingelt der Wecker wieder um 5:10 Uhr. Bianca wird auch relativ schnell wach und schreibt den Reisebericht. Auch Matthias wird wach und versucht, die Karten für den Lagoon Park zu kaufen. Wir versuchen noch, irgendwelche Promocodes im Internet zu finden, aber irgendwie funktionieren diese nicht. Also müssen wir die Tickets wohl zum regulären Online-Preis kaufen. Dieser ist immerhin $ 5,00 günstiger als der Preis an der Tageskasse.

Um 6:30 Uhr ist dann Viktoria wach. Sie kommt zu uns ins Bett gekrabbelt, weil sie nicht mehr schlafen konnte. Während sich Viktoria auf dem iPad alle Achterbahnen anschaut, die es im Lagoon Park gibt, geht Bianca ins Bad. Kurz danach kommt dann Viktoria hinterher, weil sie noch Haare waschen muss.

Um 7:00 Uhr wecken wir Antonia, aber sie möchte einfach nicht wach werden. Bianca deckt trotzdem schon einmal den Frühstückstisch und wir fangen dann ohne Antonia an. Sie hat auch gar keinen Hunger. Kurz danach gibt sie dann zu, dass sie Angst hat vor den Achterbahnen und deshalb trödelt.

Da wir noch keine Karten gekauft haben, fragen wir sie noch einmal eindringlich, ob sie denn auch wirklich in den Park möchte. Denn der Eintritt ist teuer genug und wenn sie keinen Spaß hat, bringt es uns allen ja nichts. Bianca bietet ihr an, sich alternativ mit ihr Salt Lake City anzuschauen. Aber Antonia möchte in den Park.

Leider klappt es mit der Online-Ticket-Bestellung nicht. Man muss eine US Adresse als Rechnungsanschrift angeben und diese muß identisch mit der bei der Kreditkarte hinterlegten Adresse sein. Insofern wird die Transaktion bei uns abgebrochen. Also müssen wir die Tickets doch vor Ort kaufen. Wir haben jedoch mal gelesen, dass man auch eine Coca-Cola Dose mitnehmen kann und dann einen Rabatt bekommt. Das probieren wir einfach mal aus.

Wir räumen noch schnell auf, packen unsere Kühlbox und die Rucksäcke. Viktoria stellt für heute freundlicherweise ihren Rucksack zur Verfügung. Wir gehen nämlich davon aus, dass unsere großen Rucksäcke nicht in die Schließfächer passen.

Eigentlich war der Plan, um 8:45 Uhr loszufahren. Jetzt ist es aber schon 9:15 Uhr und wir werden wohl gerade so zur Parköffnung da sein. Wir fahren auf die Interstate 15 in Richtung Salt Lake City. Kurz hinter Salt Lake City befindet sich Farmington. Dort müssen wir hin, denn hier ist der Lagoon Park. Als wir zum Park kommen, müssen wir erst einmal fürs Parken bezahlen. Das kostet $ 18,00. Als wir uns die Quittung genauer anschauen, sehen wir, dass auf der Rückseite ein Gutschein für ermäßigten Eintritt ist. Damit können wir $ 5,00 pro Ticket sparen. Wir fahren auf den Parkplatz, der aber noch relativ leer ist und packen unseren Rucksack mit Snacks und Getränken voll.

Vom Parkplatz aus können wir schon etliche Achterbahnen sehen, auch Cannibal. Und die Vorfreude, aber auch die Aufregung steigt. Dann gehen wir in Richtung Eingang. Hier ist schon einiges los. Die Leute kommen hier mit Bollerwagen, Kühlboxen und Wasserreifen an.

Wir stellen uns an einem Schalter an und müssen eine gefühlte Ewigkeit warten. Obwohl nur eine Familie vor uns ist, dauert es ewig. Die Amerikaner haben die Ruhe weg. Als wir an der Reihe sind fragen wir, ob wir den Gutschein vom Parkticket oder die Cola Dose nutzen können. Der Mann am Schalter schaut kurz nach und meint, dass der Rabatt bei der Cola Dose höher sei. Zu unserer Verwunderung fragt er dann noch, welchen Rabatt wir wählen. Und natürlich wählen wir die Cola Dose, denn damit sparen wir $ 9,00 pro Ticket.

Wir nehmen uns noch einen Parkplan und gehen zum Eingang. Dort zeigen wir die Tickets vor und bekommen dann noch einen Stempel auf die Hand. Wir wissen zwar nicht wofür und denken, dass dies vielleicht für den Wiedereintritt in den Park ist. Antonia hat keinen Stempel bekommen, aber da sie auch nicht vorhat, den Park zu verlassen, ist das nicht so schlimm. Denken wir zumindest.

Wir schauen uns ein bisschen im Park um, laufen dann aber gleich in Richtung Cannibal. Antonia ist ein wenig aufgeregt und möchte zur Einstimmung lieber etwas seichteres machen. Aber wir können sie überreden, gleich zu Cannibal zu gehen, denn dann hat sie es hinter sich und wir müssen uns nachher nicht an einer langen Schlange anstellen.

Als wir bei Cannibal ankommen, ist die Schlange dort recht übersichtlich. Zuerst müssen wir allerdings unseren Rucksack ins Schließfach bringen. Dieses ist für eine Stunde kostenlos. Das sollte hoffentlich reichen. Wir schließen also den Rucksack, die Sonnenbrillen, Handys und Caps ein. Dann gehen wir zum Anstehbereich. Dort müssen wir am Eingang unsere Stempel auf der Hand vorzeigen. Wir sagen der Dame, dass Antonia keinen Stempel bekommen hat. Daraufhin meint sie, dass sie Antonia ausnahmsweise rein lässt, wir dann aber unbedingt zum Eingang gehen sollen, um den Stempel zu holen. Und dann fällt es Bianca wieder ein: Sie hatte gelesen, dass man auch ohne Ticket in den Park kommen kann, dann aber jede Fahrt mit zuvor gekauften Tickets bezahlen muss. Und wahrscheinlich zeigen die Stempel an, dass wir alles inklusive haben.

Antonia ist ein bisschen verärgert, denn sie hatte ihre Hand hingehalten, aber keinen Stempel bekommen. Aber darum kümmern wir uns später. Als erstes fahren wir Cannibal. Wir hatten vor einiger Zeit ein Video auf YouTube gesehen, dass wir gar nicht glauben konnten. Dort war eine Achterbahn zu sehen, deren First Drop einen Winkel von mehr als 90 Grad hat, nämlich 116 Grad. Als wir dann recherchiert haben, was das für eine Achterbahn ist und wo sie steht, war die Entscheidung recht schnell gefallen, dass wir den Park in unsere Planung einbauen. Und jetzt stehen wir hier.

Nach nur etwa 10 Minuten stehen wir ganz vorn in der Warteschlange. Wir fragen, ob wir ganz vorn sitzen dürfen und zum Glück klappt das auch. Die Wagen bestehen aus drei Reihen mit je vier Sitzen. Eigentlich wollen die Kinder außen sitzen, aber kleinere Fahrer sollen innen sitzen. Wir steigen ein und werden nur mit Schoßbügeln gesichert. Dann geht die Fahrt auch schon los. Die Aufregung steigt immer mehr.

Wir fahren in einen dunkeln Tunnel und dann werden wir in einer Art Fahrstuhl den 64m hohen Turm nach oben gefahren. Oben docken wir an eine Schiene an und fahren durch ein großes Tor nach draußen. Zuerst geht es gerade hinaus. Dort bleiben wir kurz stehen und können die Sicht auf die Interstate genießen. Dann geht es aber hinab in den 116 Grad Überhang. Anschließend folgt dann die Einfahrt in einen Tunnel. Es folgen noch mehrere Inversionen und Schrauben. Das unangenehmste sind aber die beiden Schrauben im zweiten Teil der Fahrt. Diese sind so langsam, dass wir so in unseren Schoßbügeln hängen, dass die Oberschenkel ganz schön schmerzen.

Als wir in den Bahnhof einfahren, sind wir ganz begeistert. Und auch Antonia weiß nicht mehr, wovor sie eigentlich Angst hatte. Sie möchte gleich noch einmal fahren. Also stellen wir uns wieder an. Damit wir uns den Weg zum Eingang sparen, drückt Matthias ihr einfach seinen Stempel auf die Hand, Dass dieser spiegelverkehrt ist, hat den ganzen Tag im Park niemand bemerkt. Die Schlange ist jetzt etwas länger, aber die Wartezeiten sind überschaubar. Dieses Mal sitzen wir in der zweiten Reihe, aber das ist völlig ok.

Wir fahren anschließend noch viele andere Attraktionen. Viktoria fährt auch ihren ersten großen Freefall Tower. Wir stellen uns bei Rocket an und entscheiden uns zuerst für Re-entry. Hier fährt man zuerst langsam den 60m hohem Turm nach oben und fällt dann im freien Fall nach unten. Viktoria ist zuerst sehr aufgeregt, findet das Ganze dann aber toll, so dass wir uns gleich bei Blast-off anstellen.

Hier wird man die 60 m nach oben geschossen, um dann wieder im freien Fall hinunter zu fallen. So etwas ist auch Antonia noch nie gefahren. Aber die beiden finden es toll.

Wir fahren auch die anderen Achterbahnen, aber diese sind schon etwas in die Jahre gekommen und zum Teil wirklich grenzwertig, so dass wir sie wohl nur einmal fahren werden. Die einzige spannende ist noch The Wicked. Hier ist die Schlange auch schon wieder etwas länger. Wir stellen uns an und nach etwa 20 Minuten Wartezeit sind wir im Bahnhof. Dadurch, dass wir teilweise in der Sonne bei etwa 35° C stehen, kommt uns das Warten aber anstrengend und lange vor.

Die Züge bestehen aus zwei Reihen mit je vier Sitzen. Wir werden in die zweite Reihe verwiesen. Auch hier werden wir wieder nur mit Schoßbügeln gesichert. Wir fahren in einen Tunnel. Dort ertönt eine laute Sirene. Der Zug wird dann mit einer Geschwindigkeit von 66 km/h senkrecht auf den 34 m hohen Starthügel katapultiert. Nach dem Scheitelpunkt geht es auf der anderen Seite ebenfalls senkrecht wieder nach unten, wobei eine Geschwindigkeit von 89 km/h erreicht wird. Es folgen mehrer Kurven und Schrauben. Wir sind begeistert.

Am Nachmittag trennen wir uns kurz, weil Matthias und Viktoria mit der Baumstamm Wasserbahn fahren wollen. Bianca und Antonia ist jedoch die Schlange zu lang. Zwischenzeitlich geht dann Biancas Handy aus, der Akku ist alle. Wir können also nicht mehr miteinander kommunizieren. Nach etwa drei Stunden treffen wir uns aber wieder. Jetzt wollen wir uns nicht mehr trennen.

Kurz vor Schließung des Pioneer Village wollen wir es noch einmal versuchen uns bei den Rattlesnake Rapids anzustellen. Hier war die Schlange heute Nachmittag unglaublich lang, so dass wir uns nicht anstellen wollten. Auf dem Weg ins Pioneer Village kommen uns schon zahlreiche Gäste entgegen, die diesen Bereich verlassen. Da die Sonne schon langsam untergeht und man bei dieser Wasserattraktion offensichtlich sehr nass wird, verzichtet Bianca auf die Fahrt und Matthias stellt sich mit Antonia und Viktoria an der inzwischen recht kurzen Schlange an.

Das Rafting ist auch deutlich besser, als die Baumstammfahrt, bei der es lediglich eine Abfahrt gibt. Dafür wird man aber auch richtig nass. Mehrfach schwappen große Wellen ins Boot und zuletzt fährt man noch unter einem Wsserfall hindurch. Solange die Sonne geschienen hat, wäre das wahrscheinlich halb so schlimm. Jetzt werden die Sachen bis zum Ende des Parkbesuchs natürlich nicht mehr ganz trocken.

Der Park hat bis 21:00 Uhr offen. Abends fahren wir zum Abschluss noch zwei Mal Cannibal. Dann ist unsere Zeit aber rum und wir verlassen den Park. Es war ein wirklich sehr schöner Tag.

Wir gehen zum Auto und freuen uns auf kühle Getränke. Das Wasser aus den Fontänen im Park konnte man wirklich nicht trinken. Es war zu sehr gechlort. Und $ 4,00 für einen Softdrink oder ein Wasser will man auch nicht jedes Mal ausgeben. Daher machen wir uns jetzt über die Kühlbox her.

Wir fahren die etwa 40 Minuten nach Lehi. Dort halten wir noch beim Walmart. Die Kinder wollen heute nur Eis zum Abendbrot essen. Und so suchen sie sich Ben & Jerry‘s Strawberry Cheesecake, Chocolate Chip Cookie Dough Core und Americone Dream aus. Ansonsten kaufen wir noch Zimt Bagels, Cream Cheese und Orangensaft. Mit den Einkäufen geht es dann nach Hause. Auch heute werden wir wieder von Feuerwerk begrüßt.

Um 22:40 Uhr essen wir dann das Eis. Bianca isst statt Eis lieber einen Bagel. Danach gehen die Kinder schlafen. Wir versuchen noch am Computer zu arbeiten, schlafen aber immer wieder ein. Daher geht Bianca ins Esszimmer, um dort den Reisebericht zu Ende zu schreiben. Um 1:30 Uhr geht sie dann auch schlafen.


Der zwölfte Tag in Daten:

Datum
xx.xx.2022
Uhrzeit Utah: Mountain Daylight Time (MDT = UTC-6h)

Übernachtung
Lehi Daylight Basement with friendly doggos , Lehi (gebucht über airbnb.com )
Preis pro Nacht (Einlieger-Wohnung, 2 Schlafzimmer, 3 Betten): USD xxx,xx = EUR xxx,xx

Eintritt
Lagoon Amusement Park (USD 84,95 abzgl. USD 9,00 zzgl. Tax - pro Person USD 81,46)

Sonstige Ausgaben
Getränke im Lagoon Park in Farmington: USD 8,00 = EUR x,xx
Walmart in Lehi: USD xx,xx = EUR xx,xx
Tanken bei Sinclair in Lehi (xx,xxx G à 4,829 USD/G): USD xxx,xx = EUR xxx,xx

Entfernung
99 Meilen

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